#69 Wie ein Koch die Gastronomie verbessern will
Shownotes
Schon sein erster Tag als Kochlehrling, erzählt Krauli Held, hatte es in sich: Weil ein Kollege den falschen Fisch aus der Kühlkammer brachte, wurde er damit vom Küchenchef geschlagen. So kann man Jugendlichen die Lust auf einen Job in der Gastronomie verleiden. Dabei brauchen wir auch hier dringend Fachkräfte, weil massiver Mangel herrscht. Was den Jungen in der Gastronomie fehlt und wie man es besser machen kann, darüber hat WZ-Host Mathias Ziegler mit Krauli in dieser Folge des WZ-Podcasts „Weiter gedacht“ gesprochen, die er gemeinsam mit Petra Tempfer präsentiert. Dabei stellt der erfahrene Spitzenkoch klar: Das Personal ist noch wichtiger als die Gäste. Denn die kommen vielleicht kein zweites Mal ins Lokal. Aber die Menschen, die Tag für Tag in der Küche stehen, die muss man hegen und pflegen. Sonst sind sie weg. Schließlich wird gutes Küchenpersonal händeringend gesucht.
Produziert von „hört hört!“.
Gesprächspartner
Christoph Held wurde 1985 in Vöcklabruck (Oberösterreich) geboren und ist im Salzkammergut aufgewachsen. Weil er in seiner Jugend als Schwimmer aktiv war, bekam er den Spitznamen Krauli verpasst, der ihm bis heute geblieben ist. Die Liebe zum Kochen hat er von seiner Mutter geerbt. 2003 absolvierte Krauli eine Kochlehre, in der er sowohl einen tollen als auch einen furchtbaren Küchenchef erlebte. Im Anschluss absolvierte er nach dem Zivildienst erst eine Ausbildung zum Altenfachbetreuer, ehe er im Jahr 2006 wieder in die Gastronomie einstieg und 2008 den Ausflugsgasthof auf dem Siriuskogl in Bad Ischl übernahm. In Bad Ischl begleitete er auch im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 das Genusslabor, bei dem 18 Tourismusschüler:innen ihr eigenes Lokal aufbauten und führten. Inzwischen ist der dreifache Vater mit seiner Marke „held&herd“ nicht nur als Fernsehkoch bekannt, sondern auch erfolgreicher YouTuber und Podcaster. Er ist außerdem Bandleader der Reggaeband Offbeat Mafia.
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