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#89 Die Biologin an der Kreissäge

#89 Die Biologin an der Kreissäge

29m 6s

Mit 33 Jahren startete die studierte Biologin Franziska Brugger noch einmal neu durch und begann eine Tischlereilehre. Heute hat sie ihre eigene Werkstatt im 16. Bezirk in Wien – und ist damit in jener Branche gelandet, von der sie eigentlich schon in ihrer Kindheit in Osttirol geträumt hatte. Ihr Studium und die Arbeit in einem Verlag davor bereut sie aber nicht.

#88 Wenn jeder Herzschlag Angst macht

#88 Wenn jeder Herzschlag Angst macht

21m 37s

Isabella Lüber war erstmals vor sechs Jahren mit zwanghaften Ängsten in Zusammenhang mit ihrer Gesundheit konfrontiert. Das führte dazu, dass sie sich immer mehr sozial isolierte. Heute ist diese Angststörung ein Kapitel ihrer Vergangenheit.  

#87 „Als Blinder hab ich einen Startvorteil“

#87 „Als Blinder hab ich einen Startvorteil“

25m 13s

U-Bahn-Mitreisende, die diskutieren, ob er wirklich blind ist, und Passant:innen, die seinen Blindenstock nehmen und einem alten Mann in die Hand drücken: Patrick Bitzinger hat schon vieles erlebt. Dass er mit 14 Jahren erblindet ist, sei eher für sein Umfeld schwierig gewesen, meint er. Er machte die Ausbildung zum Masseur – „mit einem gewissen Startvorteil“.

#86 Mein Doppelleben zwischen Drogen und Vollzeitjob

#86 Mein Doppelleben zwischen Drogen und Vollzeitjob

23m 44s

Fast sein halbes Leben lang hat Norbert (60) illegale Drogen genommen, und zwar nicht nur Haschisch und Kokain, sondern auch Heroin. Seine Drogensuchterkrankung hat sein Leben zwar nicht zerstört, aber massiv beeinträchtigt. Einerseits häufte er massive Schulden an, andererseits leidet sein Körper bis heute an den gesundheitlichen Folgen. Trotzdem ist Norbert jetzt mit sich im Reinen. Nach etlichen Versuchen hatte die Therapie Erfolg, und er konnte sich ein neues Leben aufbauen – mit Frau, Hund und ohne Drogen.

Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um den intensiven Konsum von illegalen Substanzen.

#85 Mit der Lunge eines anderen auf den Großglockner

#85 Mit der Lunge eines anderen auf den Großglockner

35m 34s

Berni Kaut war knapp über 40, als bei ihm Lungenfibrose diagnostiziert wurde: Die Lunge vernarbt dabei immer mehr und kann immer weniger Sauerstoff aufnehmen. Die Folge: Er bekam eine neue Lunge, die allerdings ebenfalls erkrankt war. Sein hohes Ziel, das er sich gesteckt hatte, hat er dennoch erreicht.

#84 ME/CFS: Wenn jeder Schritt einer zu viel ist

#84 ME/CFS: Wenn jeder Schritt einer zu viel ist

30m 54s

Acht Jahre lang war Astrid Hainzl ständig krank, bis sie 2018 endlich eine Diagnose bekam: Die 34-Jährige leidet an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom). Die Ursache dafür ist meist ein Infekt – die  Auswirkungen sind vielfältig und reichen von Schlafstörungen über verschiedenste, oft diffuse Schmerzen und Husten bis hin zu kognitiven Beeinträchtigungen. Bis zu 200 Symptome treten in Folge von ME/CFS auf. Obwohl die WHO diese Krankheit bereits 1969 offiziell anerkannt hat, werden Betroffene immer noch von manchen Ärzt:innen nicht ernst genommen.

#83 Das größte Problem bei HIV ist das soziale Aids

#83 Das größte Problem bei HIV ist das soziale Aids

32m 8s

Seit elf Jahren lebt der Berufsfotograf Christopher Klettermayer mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus). Die Diagnose war damals ein Schock – heute geht der 43-Jährige dank entsprechender Medikation entspannt damit um. Das größte Problem sieht er allerdings in der immer noch bestehenden Tabuisierung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft.

#82 Nach Amoklauf in Graz: Wohin mit dem Trauma?

#82 Nach Amoklauf in Graz: Wohin mit dem Trauma?

33m 36s

Livepodcast: Manche Traumata werden sich erst nach Jahren zeigen – andere führen schon jetzt zu Angst, Schlafstörungen oder Albträumen: Im Rahmen der Podcastnacht des Podcaster:innen-Netzwerks Missing Link sprach die Traumatherapeutin Regina Lackner mit der WZ auf der Bühne darüber, was der Amoklauf an einer Grazer Schule mit elf Toten mit unserer Psyche macht. Sie zeigt uns Wege, mit dieser Angst, die nun an Österreichs Schulen und unter den Eltern herrscht, umzugehen.

#81 Ex.Flüchtling boxt für Österreich

#81 Ex.Flüchtling boxt für Österreich

23m 1s

Um sein Ziel zu erreichen, fehle ihm nur noch die Staatsbürgerschaft, sagt Jawid Mohebzada in dieser Folge des WZ-Podcasts „Weiter gedacht“: Als 15-Jähriger flüchtete er von Afghanistan nach Österreich, begann hier mit Trainer und Manager Henry Lewis wieder zu boxen und möchte nun den Weltmeistertitel für Österreich holen. In seiner Freizeit trainiert er selbst Jugendliche und hole diese von der Straße ins Box-Studio, sagt er.

#80 Warum junge Bulgar:innen ihr Land verlassen

#80 Warum junge Bulgar:innen ihr Land verlassen

20m 49s

Die Gehälter sind schlecht, die Korruption ist groß, und bei der Schattenwirtschaft belegt Bulgarien den ersten Platz in der EU: Die Jungen ziehen daher weg. Das könnte sich jetzt ändern, sagt der österreichische Wirtschaftsdelegierte Philippe Kupfer in Sofia zu uns, wo wir ihn besucht haben.